Schlagzeug lernen für Erwachsene
Letzte Aktualisierung: 11. Februar 2026
Du hast Lust, Schlagzeug zu spielen? Auch wenn die Schulzeit längst vorbei ist, steht dir nichts im Weg. Im Gegenteil: Viele Erwachsene entdecken gerade jetzt ihre Leidenschaft fürs Drummen und machen erstaunlich schnell Fortschritte. Hier erfährst du alles, was du wissen musst, um als erwachsene Person erfolgreich ins Schlagzeugspielen einzusteigen.
Von
Siro Müller
Leiter Instrumentor und Schlagzeuger
Von
Alessandro Giannelli
Schlagzeuger und Schüler*innenbetreuer bei Instrumentor
- Kann ich überhaupt noch Schlagzeug lernen als erwachsene Person?
- Welches sind die Herausforderungen, denen sich Erwachsene beim Schlagzeug lernen stellen müssen?
- Tipps für Erwachsene, die Schlagzeug lernen wollen
- Schlagzeugunterricht nehmen oder sich das Schlagzeugspielen selber beibringen?
- Wie finde ich eine passende, auf Erwachsene spezialisierte Schlagzeuglehrperson für mich?
- Wo finde ich die besten Schlagzeuglehrer*innen für Erwachsene?
- Muss ich Noten lesen lernen, um Schlagzeug zu lernen?
- Wie lange dauert es für Erwachsene, Schlagzeug zu lernen?
- Warum sollen Erwachsene noch Schlagzeug lernen?
- Mir wurde vor langer Zeit gesagt, dass ich schlechte Koordinationsfähigkeiten habe. Lohnt es sich, das nochmals zu versuchen?
- Nächster Schritt: Melde dich für eine Probelektion bei einer ausgewählten Schlagzeuglehrperson für Erwachsene an
- Du brauchst Unterstützung? Kontaktiere uns!
- Weitere Links
- Kann ich überhaupt noch Schlagzeug lernen als erwachsene Person?
- Welches sind die Herausforderungen, denen sich Erwachsene beim Schlagzeug lernen stellen müssen?
- Tipps für Erwachsene, die Schlagzeug lernen wollen
- Schlagzeugunterricht nehmen oder sich das Schlagzeugspielen selber beibringen?
- Wie finde ich eine passende, auf Erwachsene spezialisierte Schlagzeuglehrperson für mich?
- Wo finde ich die besten Schlagzeuglehrer*innen für Erwachsene?
- Muss ich Noten lesen lernen, um Schlagzeug zu lernen?
- Wie lange dauert es für Erwachsene, Schlagzeug zu lernen?
- Warum sollen Erwachsene noch Schlagzeug lernen?
- Mir wurde vor langer Zeit gesagt, dass ich schlechte Koordinationsfähigkeiten habe. Lohnt es sich, das nochmals zu versuchen?
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Kann ich überhaupt noch Schlagzeug lernen als erwachsene Person?
Ja, natürlich, du bringst sogar einige Vorteile mit, die Jugendliche und Kinder nicht haben.
Als erwachsene Person weisst du in der Regel genau, warum du Schlagzeug lernen willst. Vielleicht schlummert in dir schon lange der Wunsch, endlich selbst hinter dem Drumset zu sitzen. Vielleicht hast du als Kind davon geträumt, aber es hat sich nie ergeben. Oder du hast kürzlich ein Konzert gesehen und gedacht: Das will ich auch können. Diese klare Motivation ist viel wert beim Lernen. Du musst nicht erst davon überzeugt werden, dass Üben sinnvoll ist, du willst es selbst. Das macht einen grossen Unterschied im Lernprozess.
Dazu kommt, dass du gelernt hast, dich zu konzentrieren und dranzubleiben. Im Berufsleben hast du dir vermutlich Durchhaltevermögen angeeignet, das sich direkt aufs Üben übertragen lässt. Du weisst, dass Erfolg Zeit braucht und dass man manchmal durch frustrierende Phasen durch muss, um ans Ziel zu kommen. Diese Erfahrung ist beim Erlernen eines Instruments viel wert.
Du kannst höchstens zu jung sein, um Schlagzeug zu lernen.
Durch Jahrzehnte des Musikhörens hast du vermutlich auch ein Gespür für Rhythmen entwickelt, das vielen jungen Menschen noch fehlt. Du erkennst intuitiv, wann ein Beat sitzt und wann nicht. Du hast tausende Songs gehört und dabei unbewusst gelernt, wie verschiedene Musikstile funktionieren, wo die Betonungen liegen, was einen guten Groove ausmacht. Jetzt musst du das nur noch auf die Hände und Füsse übertragen.
Erwachsene nutzen ihre Zeit am Instrument erstaunlich oft erstaunlich effizient.
Welches sind die Herausforderungen, denen sich Erwachsene beim Schlagzeug lernen stellen müssen?
Natürlich gibt es auch Hürden, denen Erwachsene begegnen. Diese sind aber überwindbar. Wer sie kennt, kann sich darauf einstellen.
Die grösste Herausforderung ist vermutlich der volle Terminkalender. Zwischen Job, Familie, Haushalt und anderen Verpflichtungen bleibt oft wenig Zeit für ein neues Hobby. Der Tag hat nur 24 Stunden, und die meisten davon sind bereits verplant. Der Trick liegt darin, das Üben nicht als zusätzliche Last zu sehen, sondern als Ausgleich, als Zeit nur für dich. Schon eine Viertelstunde am Tag reicht, um stetig besser zu werden. Manche Schüler*innen üben morgens vor der Arbeit, wenn das Haus noch still ist, mit einem E-Drum ist das möglich. Andere nutzen die Mittagspause oder setzen sich abends ans Drumset, um den Arbeitstag hinter sich zu lassen. Wichtig ist, dass du einen Rhythmus findest, der in deinen Alltag passt und dann dabei bleibst.
Eine weitere Herausforderung betrifft den Körper. Wer jahrelang am Schreibtisch sass, hat vielleicht gewisse Bewegungsmuster verinnerlicht, die am Schlagzeug hinderlich sein können. Die Schultern sind verspannt, die Handgelenke steif, die Beine nicht gewohnt, unabhängig voneinander zu arbeiten. Die gute Nachricht: Das Gehirn bleibt formbar, auch im Erwachsenenalter. Neurowissenschaftler sprechen von Neuroplastizität – der Fähigkeit des Gehirns, sich an neue Anforderungen anzupassen. Mit gezielten Übungen lassen sich neue Bewegungsabläufe erstaunlich schnell etablieren. Gerade die unabhängige Koordination von Händen und Füssen, die beim Schlagzeugspielen sehr wichtig ist, entwickelt sich mit regelmässigem Training von selbst. Was anfangs wie eine unmögliche Aufgabe erscheint, wird nach einigen Wochen einfacher erscheinen.
Manchmal steht auch der eigene Kopf im Weg. Erwachsene haben oft hohe Ansprüche an sich selbst und sind frustriert, wenn es nicht sofort klingt wie bei den Profis. Sie kennen gute Musik, wissen, wie ein perfekter Beat klingen sollte – und hören umso deutlicher, wenn ihr eigenes Spiel noch nicht so weit ist. Hier hilft es, sich bewusst zu machen: Jeder Drummer hat einmal angefangen, auch die grossen Vorbilder. Geniesse den Prozess und feiere die kleinen Fortschritte. Der erste Beat, der wirklich sitzt. Das erste Mal, wenn du einen ganzen Song durchspielen kannst. Das erste Mal, wenn jemand sagt: Hey, das klingt ja richtig gut!
Eine praktische Hürde kann auch die Lautstärke sein. Ein akustisches Schlagzeug ist nicht gerade leise, und nicht jede Wohnsituation erlaubt lautes Üben. Hier bieten elektronische Drumsets eine Lösung: Mit Kopfhörern kannst du zu jeder Tages- und Nachtzeit spielen, ohne die Nachbarn zu stören. Viele Lehrpersonen empfehlen sogar, auf beiden Varianten zu üben, E-Drum für die Regelmässigkeit zu Hause, akustisches Set in der Lektion für das authentische Spielgefühl.
Erwachsene wissen oft sehr genau, was für Ziele sie haben und welche Art von Musik sie mögen. Das ist ein Vorteil, weil so von Anfang an gezielter Unterricht möglich ist. Es kann aber auch ein Nachteil sein, weil Schüler*innen dann merken, dass der Weg zum Ziel sehr lange ist und sie darum teils ungeduldig werden.
Tipps für Erwachsene, die Schlagzeug lernen wollen
Der wichtigste Rat vorweg: Such dir eine Lehrperson, mit der die Chemie stimmt. Im Erwachsenenunterricht geht es nicht um strenge Lehrpläne oder Prüfungen, sondern darum, gemeinsam an deinen Zielen zu arbeiten. Die richtige Lehrperson versteht, welche Musik dich begeistert, und baut den Unterricht entsprechend auf. Sie holt dich dort ab, wo du stehst, fordert dich heraus, ohne dich zu überfordern, und gibt dir das Gefühl, dass du auf dem richtigen Weg bist. Eine gute Lehrperson ist auch Mentor*in und manchmal auch ein bisschen Therapeut*in, eine Person, die versteht, dass das Leben als erwachsener Mensch kompliziert ist und dass Schlagzeuglernen trotzdem seinen Platz darin finden kann.
Beim Üben gilt:
Kurz und oft statt lang und selten. Dein Muskelgedächtnis profitiert mehr von täglichen 20-Minuten-Sessions als von einer Marathon-Übung am Wochenende. Die Bewegungsabläufe müssen sich einschleifen, und das passiert am besten durch regelmässige Wiederholung. Manche schwören auf die Morgenroutine, andere auf den Feierabend. Finde heraus, was für dich funktioniert, und mach es zur Gewohnheit.
Spiel von Anfang an zu Musik. Klar, Technikübungen sind wichtig, und es gibt gute Gründe, auch mal nur mit dem Metronom zu arbeiten. Aber das wahre Vergnügen kommt, wenn du zu deinen Lieblingssongs groovst. Such dir Stücke mit einfachen, klaren Beats und steigere dich langsam. Das hält die Motivation hoch und trainiert gleichzeitig dein Timing auf die angenehmste Art. Die meisten Songs sind mit Metronom aufgenommen, du übst also automatisch auch Präzision mit.
Achte auf deinen Körper. Schlagzeugspielen ist körperlich anspruchsvoller, als viele denken. Falsche Haltung oder verkrampfte Bewegungen können zu Verspannungen und im schlimmsten Fall zu Überlastungsschäden führen. Lass dir von deiner Lehrperson zeigen, wie du entspannt sitzt, wie du die Sticks locker hältst, wie du die Kraft aus den richtigen Muskeln holst. Ein paar Dehnübungen vor und nach dem Spielen können ebenfalls helfen.
Lass dich nicht von Vergleichen runterziehen. Im Internet findest du unzählige Videos von Schlagzeuger*innen, die scheinbar mühelos komplexeste Fills spielen. Die zeigen aber nicht die Jahre des Übens dahinter, nicht die tausend Stunden, die diese Menschen am Instrument verbracht haben. Konzentrier dich auf deinen eigenen Weg. Vergleiche dich mit dir selbst vor einem Monat, vor einem Jahr und du wirst sehen, wie weit du gekommen bist.
Sei offen für verschiedene Musikstile. Vielleicht bist du wegen Rock zum Schlagzeug gekommen, aber ein Ausflug in Jazz, Funk oder Latin kann dein Spiel enorm bereichern. Jeder Stil hat seine eigenen Grooves, seine eigenen Techniken, seine eigene Art, Rhythmus zu verstehen. Auch wenn du am Ende bei deiner Lieblingsmusik bleibst, wirst du von den Ausflügen profitieren.
Schlagzeugunterricht nehmen oder sich das Schlagzeugspielen selber beibringen?
Beim Schlagzeug ist professionelle Anleitung besonders wertvoll. Es können sich schnell ungünstige Gewohnheiten einschleichen, die später nur schwer zu korrigieren sind, sei es bei der Stickhaltung, der Sitzposition, der Fusstechnik oder der Art und Weise, wie du Kraft einsetzt. Diese Fehler mögen am Anfang nicht auffallen, können aber langfristig den Fortschritt bremsen oder sogar zu körperlichen Beschwerden führen.
Eine Lehrperson erkennt solche Fehler sofort und kann gegensteuern, bevor sie sich festsetzen. Sie sieht Dinge, die du selbst nicht siehst, wie zum Beispiel eine leichte Verkrampfung im Handgelenk, eine ungünstige Sitzhöhe, eine ineffiziente Bewegung. Dieses direkte Feedback ist durch nichts zu ersetzen. Eine Lehrperson zeigt dir ausserdem, wie du effizient übst, gibt dir Rückmeldung zu deinem Groove und kann den Unterricht genau auf deine Ziele zuschneiden. Möchtest du Rock-Beats lernen? Jazz-Grooves? Latin-Rhythmen? Einen bestimmten Song? Mit einer Lehrperson kommst du zielgerichtet voran.
Dazu kommt der Faktor Verbindlichkeit. Wenn du einen festen Termin hast, übst du eher regelmässig. Du willst ja vorbereitet in die Stunde kommen, etwas vorweisen können. Diese sanfte Struktur hilft vielen Erwachsenen, das Üben in ihren vollen Alltag zu integrieren.
YouTube-Tutorials und Online-Kurse können eine gute Ergänzung sein. Es gibt hervorragendes Material im Netz, von Grundlagen bis zu fortgeschrittenen Techniken. Du kannst dir Inspiration holen, neue Grooves entdecken und Theorie vertiefen. Aber diese Ressourcen ersetzen nicht das direkte Feedback einer Person, die dich spielen sieht und hört. Sie können nicht korrigieren, was du falsch machst. Sie können nicht auf deine individuellen Stärken und Schwächen eingehen.
Gerade am Anfang lohnt sich die Investition in Unterricht, selbst wenn es nur alle zwei Wochen eine Stunde ist. Du legst damit ein solides Fundament, auf dem du später aufbauen kannst. Und du vermeidest Fehler, die sich sonst einschleichen können und mühsam wieder abtrainiert werden müssten.
Wie finde ich eine passende, auf Erwachsene spezialisierte Schlagzeuglehrperson für mich?
Siro Müller ist Mitgründer und Leiter der Plattform Instrumentor und selber Schlagzeuger und Schlagzeuglehrperson. Siro empfiehlt wie folgt vorzugehen, um eine Schlagzeuglehrperson in deiner Stadt zu finden, die genau zu dir passt:
Bist du unsicher? Ruf uns an! Wenn du dir noch nicht sicher bist, was du genau lernen willst oder welche Art von Schlagzeug dich interessiert, dann ruf uns an oder schreibe uns eine Mail. Wir kennen alle Profile sehr genau und können dir im Gespräch sicher eine passende Schlagzeuglehrperson empfehlen.
Falls du schon genauer weisst, was du willst, mache bei Punkt 2 weiter.
Entscheide dich für einen Musikstil oder einen Song. Sei dir bewusst, welcher Musikstil dir gefällt. Vielleicht magst du Rock, Jazz, Blues, Metal oder Pop. Alternativ zum Musikstil ist ein guter Einstieg auch immer ein Lied, das dir gefällt. Wähle eins aus. Es ist ganz wichtig, eine Lehrperson zu wählen, mit der du den Musikgeschmack teilst.
Schlagzeuglehrer*innen-Liste besuchen. In der Liste von Instrumentor findest du nur ausgewählte und spezialisierte Schlagzeuglehrpersonen, die wir von ganzem Herzen empfehlen können (Im Moment 155 Schlagzeuglehrpersonen für Erwachsene).
Nutze die Filter. Du kannst nach Musikstil (Rock, Pop, Jazz, Metal, Funk, Latin, uvm.), Niveaus (Anfänger, Fortgeschrittene, Master), Sprache etc. filtern.
Lese die persönlichen Profile der Schlagzeuglehrer*innen genau durch. Wir empfehlen dir eine Lehrperson auszuwählen, die dir auf Anhieb sympathisch ist. Wenn die Rahmenbedingungen (Musikstil, Ort etc.) passen, kannst du dich den Interviews widmen. Dort erzählen Schlagzeuglehrpersonen, was ihnen wichtig ist beim Unterrichten, worauf sie besonders Wert legen oder auch wie sie konkret eine Lektion aufbauen. Auch wenn zwei Lehrpersonen die gleiche Ausbildung haben, die gleichen Genres bedienen und das gleiche Instrument spielen, unterscheiden sie sich darin, wie gut sie zu dir passen. Schlagzeugunterricht ist persönlich. Es ist wichtig, dass auch diese oder gerade diese Eigenschaften mit deinen Vorstellungen übereinstimmen.
Wenn du dir auch dann noch nicht sicher bist, welche Schlagzeuglehrperson zu dir passen könnte, kontaktiere uns. Wir kennen alle Profile sehr genau und können dir im Gespräch sicher eine passende Schlagzeuglehrer*in empfehlen oder auch andere Fragen rund um das Thema Musikunterricht beantworten.
Danach buchst du am besten eine Probelektion. Das ist der wichtigste Schritt: Ihr lernt euch kennen, du bekommst ein Gefühl für den Unterrichtsstil, und ihr könnt herausfinden, ob die Chemie stimmt. Eine gute Probelektion gibt dir bereits erste Erfolgserlebnisse und macht Lust auf mehr. Wenn es nicht passt, ist das auch okay, dann probierst du jemand anderen aus. Die richtige Lehrperson zu finden ist wie die richtige Band zu finden: Es muss menschlich und musikalisch stimmen.
Erwachsene interessieren sich oft für einen spezifischen Musikstil, so kann im Unterricht viel detaillierter auf Eigenheiten der jeweiligen Musikrichtung eingegangen werden. Dies ist für Schüler*in und Lehrperson sehr motivierend.
Wo finde ich die besten Schlagzeuglehrer*innen für Erwachsene?
Auf unserer Plattform vermitteln wir in der ganzen Schweiz ausgewählte Schlagzeuglehrpersonen, die Erfahrung im Unterricht mit Erwachsenen haben. Jede Lehrperson wurde von uns persönlich interviewt und ausgewählt. Wir achten nicht nur auf musikalische Qualifikation, sondern auch auf pädagogische Fähigkeiten und die Fähigkeit, auf die besonderen Bedürfnisse erwachsener Schüler*innen einzugehen.
Und falls in deiner Nähe niemand Passendes dabei ist, bieten viele unserer Lehrpersonen auch Online-Unterricht an – eine flexible Alternative, die gerade für Erwachsene mit vollem Terminkalender attraktiv sein kann.
Muss ich Noten lesen lernen, um Schlagzeug zu lernen?
Notenlesen ist beim Schlagzeug kein Muss. Viele erfolgreiche Schlagzeuger*innen spielen ihr ganzes Leben ohne Noten. Sie lernen Beats über das Gehör und spielen sie nach. In Rock und Pop ist das völlig normal und absolut legitim. Die Musik lebt vom Gefühl, vom Groove, von der Energie und nicht davon, ob du ein Blatt Papier lesen kannst.
Trotzdem kann es praktisch sein, zumindest die Grundlagen der Schlagzeugnotation zu verstehen. Du kannst dann Übungen aus Lehrbüchern selbstständig erarbeiten oder Drumsheets aus dem Internet nutzen. Wenn deine Lehrperson dir etwas aufschreibt, kannst du es zu Hause nachvollziehen. Und wenn du mal in einer Situation bist, wo du vom Blatt spielen musst, wie etwa in einer Musical-Band oder einem Orchester, bist du vorbereitet.
Die gute Nachricht: Schlagzeugnoten sind vergleichsweise einfach zu lesen. Es geht nicht um Tonhöhen wie beim Klavier oder der Gitarre, sondern «nur» darum, welches Element des Drumsets wann gespielt wird. Die Bassdrum steht auf einer bestimmten Linie, die Snare auf einer anderen, die Hi-Hat wieder woanders. Für die meisten Pop- und Rock-Beats brauchst du nur diese drei zu unterscheiden. Das Prinzip ist schnell verstanden, der Rest ist Übung.
Falls du Noten lernen möchtest, geht das als Erwachsener oft schneller als bei Kindern. Du verstehst das System hinter der Notation, kannst es logisch erfassen und musst nicht mühsam Zeichen für Zeichen auswendig lernen. Viele Erwachsene sind überrascht, wie schnell sie einfache Rhythmen vom Blatt spielen können.
Im Jazz wird traditionell mehr mit Noten gearbeitet, aber auch da ist es kein Muss für den Anfang. Viele Jazz-Schlagzeuger*innen haben erst Gehör und Groove entwickelt und sich die Notation später angeeignet. Es gibt keinen falschen Weg, nur deinen Weg.
Wie lange dauert es für Erwachsene, Schlagzeug zu lernen?
Erste Erfolgserlebnisse warten schon nach der ersten Stunde auf dich. Ein einfacher Beat mit Bassdrum, Snare und Hi-Hat sollte schon möglich sein, Hi-Hat auf die Achtel, Snare auf Zwei und Vier, Bassdrum auf Eins und Drei. Mit diesem Grundbeat kannst du bereits zu unzähligen Pop- und Rocksongs spielen. Das Gefühl, zum ersten Mal einen echten Song zu begleiten, ist unbeschreiblich.
Nach wenigen Wochen regelmässigen Übens wirst du mehrere Grundbeats beherrschen und erste Fills einbauen können. Du lernst, zwischen verschiedenen Grooves zu wechseln, Akzente zu setzen und die Dynamik zu variieren. Vielleicht wagst du dich dann an erste Songs mit etwas komplizierteren Strukturen.
Nach etwa einem halben Jahr kannst du die meisten Popsongs begleiten und hast ein Repertoire an verschiedenen Beats und Fills. Du beginnst, deinen eigenen Stil zu entwickeln, merkst, was dir liegt und was dir Spass macht. Manche Schüler*innen spielen zu diesem Zeitpunkt bereits in einer Hobbyband oder jammen mit Freund*innen.
Nach einem Jahr hast du ein solides Fundament. Du beherrschst verschiedene Musikstile, kannst Songs mit allen Breaks und Übergängen spielen, hast ein Gefühl für Groove und Dynamik entwickelt. Dann beginnt die Phase, in der es richtig spannend wird: Du arbeitest an deinem persönlichen Sound, an Feinheiten der Technik, an komplexeren Patterns. Du merkst, dass Schlagzeuglernen kein Ziel ist, das man irgendwann erreicht, sondern eine Reise, die immer weitergeht.
Wie schnell du vorankommst, hängt natürlich von deiner Übezeit ab. Wer täglich eine Stunde übt, wird schneller Fortschritte machen als jemand, der/die nur einmal pro Woche spielt. Aber auch mit beschränktem Zeitbudget sind kontinuierliche Fortschritte möglich. Das Schöne am Schlagzeug: Es macht von Anfang an Spass, weil du sofort Musik machen kannst. Du musst nicht monatelang Tonleitern üben, bevor es nach etwas klingt.
Warum sollen Erwachsene noch Schlagzeug lernen?
Manche Erwachsene möchten vom Alltag abschalten und erleben im Grooven ein Flow-Erlebnis. Beim sich selbst Zuhören am Drumset gelingt die Verbindung zu sich selbst.
Es gibt viele gute Gründe, auch im Erwachsenenalter noch mit dem Schlagzeugspielen zu beginnen. Hier sind einige davon:
Schlagzeug spielen ist purer Stressabbau. Nach einem anstrengenden Tag die Sticks in die Hand zu nehmen und loszulegen, hat etwas unglaublich Befreiendes. Du schlägst auf Trommeln, du erzeugst Lärm, du lässt Energie raus und danach fühlst du dich leichter. Beim Spielen bist du ganz im Moment, konzentriert auf den Rhythmus. Der Alltag rückt in den Hintergrund. Viele Schlagzeuger*innen beschreiben das Spielen als eine Art Meditation, nur lauter.
Dazu kommt der körperliche Aspekt. Drumming ist ein Workout für den ganzen Körper – Arme, Beine, Rumpf, alles ist in Bewegung. Du verbesserst deine Koordination, die Reaktionsfähigkeit, dein Rhythmusgefühl. Studien zeigen, dass Musizieren das Gehirn fit hält und die kognitiven Fähigkeiten fördert. Schlagzeugspielen im Besonderen trainiert beide Gehirnhälften gleichzeitig, weil du unabhängige Bewegungen mit allen vier Gliedmassen koordinieren musst. Das ist mentales Training auf höchstem Niveau.
Schlagzeugspielen hat viele mentale, körperliche und physiologische Vorteile!
Nicht zu vergessen: Mit Schlagzeugkenntnissen bist du in vielen Bands willkommen. Schlagzeuger*innen werden häufig gesucht und wer einigermassen solide spielen kann, findet schnell Anschluss. Wer weiss, vielleicht spielst du bald mit Kolleg*innen in einer Hobbyband, trittst bei einem Quartierfest auf oder jamst regelmässig mit anderen Musiker*innen.
Das Zusammenspiel mit anderen ist überhaupt einer der grössten Reize am Schlagzeug. Du bist das rhythmische Fundament, der Puls der Band. Wenn du spielst, tanzen die anderen auf deinem Beat. Das ist eine besondere Verantwortung, aber auch ein besonderes Gefühl. Die Kommunikation zwischen Musiker*innen, das gemeinsame Atmen, das Gefühl, wenn ein Groove wirklich sitzt, das sind alles Erlebnisse, die süchtig machen.
Und dann ist da noch die pure Freude, endlich das spielen zu können, wovon du vielleicht schon lange geträumt hast. Diesen einen Song, bei dem du immer mitgetrommelt hast, im Auto, in der Küche, auf dem Lenkrad. Jetzt kannst du ihn wirklich spielen, mit echten Sticks auf echten Trommeln. Diesen Traum zu verwirklichen, ist ein Geschenk, das du dir selbst machst.
Erwachsene wollen oft mehr, als nur Schlagzeug lernen. Sie sagen mir, sie möchten etwas Gutes für ihre Gesundheit tun, fit bleiben im Kopf, Unabhängigkeit trainieren und Hirnhälften verbinden.
Mir wurde vor langer Zeit gesagt, dass ich schlechte Koordinationsfähigkeiten habe. Lohnt es sich, das nochmals zu versuchen?
Koordination ist jedem Alter trainierbar. Das Gehirn bildet neue Verknüpfungen, wenn du es forderst. Das ist wissenschaftlich belegt und gilt für Kinder genauso wie für Erwachsene. Genau das passiert beim Schlagzeug lernen: Du forderst dein Gehirn heraus, neue Bewegungsmuster zu entwickeln, und es antwortet, indem es die nötigen Verbindungen aufbaut.
Der Prozess ist schrittweise. Du beginnst mit einfachen Übungen, bei denen Hände und Füsse nur wenig voneinander abweichen. Vielleicht spielst du erst nur mit den Händen, dann kommt die Bassdrum dazu, dann die Hi-Hat. Schritt für Schritt werden die Bewegungen unabhängiger. Was anfangs unmöglich scheint, wird mit der Zeit zur Selbstverständlichkeit. Dein Körper lernt, dein Gehirn lernt, und irgendwann denkst du nicht mehr darüber nach.
Viele unserer erwachsenen Schüler*innen hatten ähnliche Bedenken. Sie kamen zur ersten Stunde und sagten: Ich bin nicht sicher, ob ich das kann. Und ein paar Monate später sitzen sie da und spielen Grooves, die sie sich nie zugetraut hätten. Der Schlüssel liegt darin, dir Zeit zu geben, den Prozess zu geniessen und dich nicht mit anderen zu vergleichen. Jeder Mensch hat sein eigenes Tempo.
Was auch immer dir damals gesagt wurde: Gib dir eine neue Chance, setz dich ans Drumset, und finde heraus, was möglich ist. Du wirst dich wundern.
Nächster Schritt: Melde dich für eine Probelektion bei einer ausgewählten Schlagzeuglehrperson für Erwachsene an
Der beste Weg herauszufinden, ob Schlagzeug das Richtige für dich ist, ist es auszuprobieren. Eine Probelektion gibt dir die Möglichkeit, das Instrument kennenzulernen, erste Beats zu spielen und zu spüren, wie es sich anfühlt, hinter dem Drumset zu sitzen.
Wir kennen alle unsere Lehrpersonen persönlich und empfehlen sie für ihre Fähigkeit, Erwachsene zu unterrichten. In Zürich, Bern, Basel, Winterthur, Luzern, Baden und vielen weiteren Städten warten erfahrene Schlagzeuglehrer*innen auf dich. Such dir eine Lehrperson aus, die zu deinem Musikgeschmack passt, und mach den ersten Schritt.
Du brauchst Unterstützung? Kontaktiere uns!
Seit 2012 vermitteln wir die passenden Musiklehrpersonen. Über 15'000 Schüler*innen haben wir bereits begleitet, und wir kennen die Herausforderungen und Freuden des Musiklernens im Erwachsenenalter aus unzähligen Gesprächen. Ruf an oder schreib uns – wir helfen dir gerne, die richtige Lehrperson zu finden und beantworten alle Fragen, die du noch hast.
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