Musikunterricht, der zu dir passt

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Violine
Violine lernen bei

Kristine Busse

Bratsche und Geige für klassische Musik

Kristine Busse ist eine junge Musikerin, die auf der Bratsche in den verschiedensten Ensembles mitwirkt. Ob Streichquartett, Sinfonieorchester oder freie Besetzungen, sie hat vielfältige Erfahrungen in verschiedensten Bereichen von Barock bis zur Moderne.

Preis

10 Lektionen an 45 Min.: CHF 840


Standort

Instrument

Violine

Musikstil

Klassik

Niveau

Anfänger und Fortgeschrittene

Sprache

Deutsch, Englisch und Französisch


Das bringe ich dir bei

Ich kann SchülerInnen das „Instrumentspielen“ sowie das „Instrumentüben“ beibringen. Ich lege viel wert auf die Haltung und das Körpergefühl und kenne sehr viele Übungen dazu. Hauptsächlich ist es mir wichtig, eine individuelle Unterrichtsstrategie zu verwenden. Das Ziel ist es, dass der Schüler / die Schülerin sich so frei wie möglich ausdrücken kann.

Ausbildung

Haute Ecole de Musique Lausanne, Site de Sion
Bachelor of Arts, Viola und Master of Arts, Performance concert, Viola
Prof. Diemut Poppen

In diesen Bands / Formationen habe ich gespielt

Stücke / Werke von diesen Künstlern / Komponisten bringe ich dir am liebsten bei

Bach, Brahms, Schumann, Schubert, Hoffmeister, Clarke und Hindemith

Kristine Busse

Interview mit Kristine Busse

Welche(r) MusikerIn hat dich am meisten beeinflusst?
Ich habe sehr viel von meiner Lehrerin Diemut Poppen gelernt. Sie hat mich zu der Musikerin gemacht, die ich jetzt bin und hat meinen Horizont über die musikalische Substanz hinaus erweitert. In einer der ersten Stunden, die ich bei ihr hatte, bat sie uns StudentInnen, unsere Augen zu schliessen. Danach hat sie uns mehrere Fragen über unsere Kleidung gestellt, oder wie wir die Haare heute tragen. Es ist dabei aufgefallen, dass wir sehr unbewusst durch den Tag laufen, da wir nicht wussten, wie die anderen Personen heute aussehen. Sie sagte nur: „Lauft nicht wie Zombies durch die Welt."

Was kannst du mir auf deinem Instrument besser beibringen als alle anderen LehrerInnen?
Ich glaube es gibt nicht eine Qualität, die einen als „bessere“ Lehrperson charakterisiert. Vielmehr ist es mir wichtig, dass das LehrerIn-SchülerIn-Verhältnis stimmt. Jede Person braucht andere Anregungen und Ideen. Daher ist es für mich wichtig, individuell zu entscheiden, wie ich den Unterricht gestalte. Aber das wichtigste ist es, die Motivation zu fördern und das Vergnügen an der Musik immer beizubehalten.

Wie hast du dein Instrument spielen gelernt?
Ich habe zwei ältere Schwestern, die Geige und Cello lernten. Als ich ebenfalls ein Streichinstrument lernen wollte, empfohl man mir die Bratsche. Ich war relativ faul. Meine Lehrerin war immer sehr streng aber herzlich und ich habe sie nicht immer so ernst genommen. Dann sagte sie zu mir: „Nur weil du gut in der Schule bist, heisst das nicht, dass du nicht üben musst!“ Danach habe ich mir das etwas mehr zu Herzen genommen.

Auf welchem Equipment spielst du heute? 
Auf einer Französischen Bratsche aus dem Jahre 2016. Die junge Geigenbauerin Lea Trombert aus Lyon ist unglaublich talentiert und baut in ihrer Werkstatt Instrumente, die einen sehr charmanten und schönen Klang haben.

Welche persönliche Eigenschaft hat dir beim Üben am meisten geholfen?
Ich bin ein Mensch, der eigentlich ungern Sachen wiederholt. Leider ist das beim Üben unabdinglich. Doch durch kleine Veränderungen jeden Tag, versuche ich die Übungen nie langweilig werden zu lassen.

Was hat dein Instrument, was andere nicht haben?
Ein fantastisches Preis-Leistungs-Verhältnis. Nein, viel wichtiger ist, dass mein Instrument zu mir passt und auf viele Arten flexibel ist (vor allem in den Klangfarben).

Worauf achtest du dich besonders beim Unterrichten?
Ich finde, der Unterricht muss ein gutes Verhältnis zwischen Seriosität und Vergnügen haben. Gemeinsames Musizieren und Körperübungen gehören bei mir genauso dazu, wie Techniken zu lehren. Alle Faktoren sind wichtig und das macht die Komplexität eines musikalischen Ereignisses aus. Sehr wichtig ist es für mich, beizubringen wie man übt und warum man übt.

Wie baust du deine Musikstunden auf?
Ich beginne mit Lockerungs- und Aufwachübungen des Körpers und erhöhe dadurch die Konzentration für den Unterricht. Danach wird das Geübte einmal ohne Unterbrechungen vorgespielt und im Anschluss werden die Fehler korrigiert, sowie an einem generellen Problem gearbeitet, das im aktuellen Stück evt. sehr gut gelöst werden kann. Je nach dem, wie viel Zeit übrig ist, spielen wir ein Stück zum Spass zusammen und besprechen die Hausaufgaben. Dies ist nur ein Beispiel für einen Unterricht. Es müssen immer alle Faktoren in Betracht gezogen werden (Stimmung, Charakter, Übeaufwand etc.)

Wie gehst du bei Kindern vor?
Bei Kindern muss man die Fantasie stets stimulieren und die Informationen mit vielen Beispielen aus einem Kinderleben weitergeben. Die körperlichen Übungen brauchen mehr Zeit, da die Motorik noch nicht so sehr ausgereift ist. Aber die Hauptsache ist Spass!

Was war bis anhin dein tollstes Erlebnis als Musikerin?
Ich habe jahrelang in einem Quartett gespielt, mit dem wir viele Konzerte gegeben haben. Wie man ja weiss, ist das Ökosystem eines Streichquartetts sehr sensibel. Für mich ist es durch die besondere Intimität eine der schönsten Formen, Musik zu machen. Wir hatten viele nächtliche Proben, die uns teilweise sehr angestrengt haben. Ausserdem hatten wir oft zu wenig Zeit, um uns auf ein Konzert vorzubereiten. Der Stress hat unsere Beziehung zueinander strapaziert. Eines unserer letzten Konzerte ist mir besonders in Erinnerung geblieben. Die Stimmung unter uns war nicht besonders gut und beim erreichen des Konzertraumes fehlte nicht mehr viel bis zur Verzweiflung. Der Raum war eine ehemalige Party-Halle, stank nach Bier und war eher heruntergekommen. Der Holzfussboden klebte und es war kalt und der Raum war schlecht ausgestattet. Wir fühlten uns etwas veräppelt und hatten wenig Lust auf das Konzert. Auf dem Programm standen Mendelssohn's Streichquartett in a-Moll und Schostakovich ́s 8. Streichquartett. Fantastische Werke, denen zuliebe wir natürlich unser Bestes geben wollten. Im Stück von Schostakovich gibt es eine ganz fantastische Atmosphäre. Beim spielen haben wir uns ganz auf diese magische Musik eingelassen und konnten dadurch alle Probleme vergessen. Mir wurde klar, dass die Trivialität der Probleme beinahe schon beleidigend ist und es viel grössere und wichtigere Dinge gibt. Es war eines der emotionalsten Konzerte und uns standen nach dem letzten Satz beim Applaus die Tränen in den Augen. Dank dieser guten Erfahrung konnten wir friedlich miteinander sein und haben uns von der Musik leiten lassen.

Welches war die grösste Bühne, auf der du gespielt hast?
Salle Metropole Lausanne mit dem Orchestre de Chambre de Lausanne, Basel Konzert mit Heinz Holliger, Düsseldorf Konzert unter Thomas Hengelbrock Finalkonzert der Ruhrtriennale 2018.

Mit welchem(r) MusikerIn würdest du gerne einmal spielen?
Ich würde gerne unter der Leitung des grossen Dirigenten Simon Rattle spielen. Als angehende Orchestermusikerin begeistert mich die charismatische Gestaltung und Leitung eines Orchesters von diesem grossartigen Musiker.

Welche eine Platte würdest du auf die einsame Insel mitnehmen?
Alle Beethoven Streichquartette, weil sie mich nicht einsam fühlen lassen würden.

Auf welcher Bühne würdest du am liebsten spielen oder spielst du am liebsten?
Ich würde gerne einmal in der Elbphilharmonie in Hamburg spielen.

Was ist neben der Musik noch wichtig in deinem Leben?
Kochen, Spazieren, Tiere, meine WG und Familie, Segeln, Wandern


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